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Katholische Kirche - Dekanat Flensburg Katholische Kirche - Dekanat Flensburg Katholische Kirche - Dekanat Flensburg Katholische Kirche - Dekanat Flensburg

Katholische Erwachsenenbildung SH 2011

Vorträge und Gespräch in St. Ulrich,
St. Peter-Ording zu

Montag, 11. Juli 2011, 20.00 Uhr
Referent: Bernd Gaertner Kiel, Dipl.-Theologe, Referent für Erwachsenenbildung im Erzbistum Hamburg
Israel – das „auserwählte“ Volk Gottes?
Ist das nicht eine überhebliche Vorstellung, dass ein Volk sich als erwählt aus allen Völkern bezeichnet? Negative Beispiele dafür gibt es genug in der Geschichte (z.B. das „germanische Herrenvolk“ gegen die „slawischen Untermenschen“). Aber wie versteht das die Bibel?

Montag,25. Juli. 20.00 Uhr
Referentin: Renate Schulz, Bad Sachsa, Diplom-Theologin
Vernünftig Glauben – Hilfen fürs Leben !?
Ein begründeter Glaube gibt Kraft in allen Lebenslagen.
Der Abend bietet anregende theoretische und praktische Impulse für ein sinnerfülltes Leben, das vom Glauben getragen wird.

Montag, 1.August, 20.00 Uhr.
Referent: Dr. Klaus Kottmann, Hamburg, Diplom-Theologe, Kirchenrechtler beim Erzbistum Hamburg
„Grüß Gott, Frau Pfarrer“
Das Neue Testament und dabei vor allem die Paulusbriefe nennen Frauen namentlich und ihre Bedeutung für den Aufbau der Gemeinden. Auch das Paulus-Wort „die Frau schweige in der Gemeinde“ (1 Kor 14,33f) ist uns überliefert. Hatten die Frauen in den Anfängen des Christentums dieselben Rechte wie die Männer? Gab es damals Frauen als Gemeindeleiterinnen?
Die Frau war nicht nur in der Kirche über viele Jahrhunderte dem Mann untergeordnet. Erst die sog. Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts hat es damals zumindest im weltlichen Zusammenhang erreicht, die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau zu erstreiten. Die Kirche braucht dafür länger. Bis heute setzt sie sich dem Verdacht aus, dass sie Männern und Frauen nicht dieselben Rechte einräumt, solange für die kirchlichen Weiheämter nur Männer zugelassen werden.
Anhand von konkreten Beispielen aus der Geschichte und die oft die Würde der Frau verletzende kirchliche Sichtweise wird der Einfluss der Frauen auf ihre sich verändernde rechtliche Stellung in der Kirche vorgestellt.
Ist mit dem Apostolischen Schreiben „ordinatio sacerdotalis“ über die nur den Männern vorbehaltene Priesterweihe aus dem Jahr 1994 ein Endpunkt erreicht und damit „Grüß Gott, Frau Pfarrer“ Utopie?


Montag, 8.August, 20.00 Uhr.
Referent: Strefan Büngens, Hamburg, Pastorale Dienststelle des Erzbistums Hamburg
Kirche vor großen Herausforderungen - Kann Sozialforschung helfen?
Die Bedeutung vom Wissen um die sozialen Milieus

Wie „ticken“ die Menschen heute? Welche Lebensgewohnheiten, Bedürfnisse und Ziele sind erkennbar? Sozialwissenschaftler haben das untersucht und als „Sinus-Studie“ (zuletzt 2010) veröffentlicht: 10 verschiedene Milieus zeigen wurden gefunden.
Prof. Wippermann, der an dieser Forschung wesentlich beteiligt war, hat jetzt in seinem Delta-Institut die Ergebnisse jetzt neu bewertet.
Die katholische Kirche hat diese Forschungen stark gefördert. Welche neuen Anhaltspunkte für ihre Arbeit in der Gesellschaft und speziell in den Kirchengemeinden kann das Wissen um die sozialen Milieus den Kirchen geben? Wo liegen die Unterschiede zwischen Sinus- und Delta-Milieus?


Montag, 22.August. 20.00 Uhr
Referent: Dr. Karl-Friedrich Nonnenbroich, Kiel, Politologe
Wie geht es weiter mit dem Euro?



Montag, 29.August. 20.00 Uhr
Referent: Jan Geldern, Kiel, Leiter der Pastoralen Dienststelle für Schleswig-Hostein
Katholische Kirche und Nationalsozialismus – Das Zeugnis der Lübecker Martyrer


Montag, 5.September 20.00 Uhr
Referent: Bernd Gaertner, Kiel
Gewalt in der Bibel – passt das zu unserem Gottesbild?
Gewalt – ein Dauerthema der Menschen. Passen die Gewaltgeschichten aber in die Bibel?
Ein Beispiel dafür ist das Buch Judit: Judit erschlägt den Feldherrn Holofernes – und wird dafür gelobt! Gewalt in der Bibel – legitimiert oder durch solche Erzählungen eingegrenzt?


Montag, 12.September 20.00 Uhr
Referent: Martin Colberg, Hamburg, Diözesanarchivar des Erzbistums Hamburg
Eugenio Pacelli / Papst Pius XII. und der Nationalsozialismus
mit Berücksichtigung von Ereignissen in Hamburg und Schleswig-Holstein
Das Verhältnis von Eugenio Pacelli / Papst Pius XII. zum nationalsozialstischen Deutschen Reich ist seit Jahrzehnten umstritten. Er hat einseits das Reichskonkordat 1933 verhandelt, aber 1937 auch die antinationalsozialsitsche Enzyklika „Mit brennender Sorge“ vorbereitet. Die jüdische Gemeinde Roms hat ihm 1946 für seine Hilfe gedankt. Für sein Schweigen zur Judenvernichtung im Krieg wird er seit 1960 hart kritisiert.
Als Nuntius in Berlin hat Eugenio Pacelli 1929 Hamburg besucht. Hier ist das Raphaels-Werk angesiedelt, das sich um Auswanderer kümmerte, nach 1933 auch vielen Juden bei der Auswanderung half. Die drei Lübecker Kapläne (und der evangelische Pastor Stellbrink) sind 1943 in Hamburg wegen staatsfeindlicher Umtriebe hingerichtet worden, auch viele weitere Katholiken haben unter dem nationalsozialistischen Terrorregime gelitten, wie aus Schriftstücken des Archivs hervorgeht.
Im Vortrag werden heitere und bitter ernste Begebenheiten zusammengeführt und die Vielschichtigkeit der Problematik ausgeführt.
Welche Schlußfolgerungen für Morgen können daraus gezogen werden?